Vielleicht saßen sie beim Mittagessen in der Mensa gemeinsam am Tisch. Vielleicht sind sie sich auch in der Bibliothek begegnet oder auf einer Uni-Fete. Selbst wenn: Angesprochen hätten sie sich nie.
von Jasmin | Foto: privat 21.November 2009

"Wir sind beide keine Typen, die Leute auf einer Party anquatschen", sagt Finn (28). Kennen gelernt haben er und Isa (Namen geändert) sich übers StudiVZ. Nicht etwa an der Uni Dortmund, an der sie beide zur selben Zeit studierten.
Alles begann mit einem Foto (siehe oben): Ein kleines Äffchen sitzt inmitten von Bäumen und Büschen auf einem Felsen. "Kennst du schon...?" steht über dem Bild. Isa (26) ist neugierig. Sie klickt auf das Bild und landet auf Finns Profilseite im StudiVZ. Ein Klick mit großer Wirkung. Schicksal im digitalen Zeitalter. Als Finn sieht, dass Isa seine Seite besucht hat, geht er auf ihre. Sie macht den ersten Schritt und schickt ihm eine Nachricht.
Dann macht es doch noch Klick
Mehrere Wochen schreiben sich die Beiden. "Über Gott und die Welt", erzählt Finn. Musik, Lieblingsfilme - nicht überall finden sie einen gemeinsamen Nenner. "Es war mehr die Art, wie sie sich ausdrückte, als das, was sie sagte. Die Wellenlänge stimmte". Isa und Finn machen ein Treffen aus. Mit fast einer Stunde Verspätung kommt Isa in das vereinbarte Dortmunder Café. Gefunkt hat es nicht. Obwohl sich beide gut verstehen, der Wow-Effekt lässt auf sich warten - zumindest vorerst. "Weil wir uns nicht über eine Partnerbörse kennen gelernt hatten, sondern übers StudiVZ, war alles sehr entspannt und unverbindlich".
Es dauert eine Weile. Doch dann "nahmen die Dinge ihren Lauf", erzählt Finn. Ein Treffen folgt auf das nächste und plötzlich macht es doch noch Klick. Das liegt jetzt zwei Jahre zurück. Seitdem steht im Studi-Profil der beiden: vergeben.